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35. Kalenderwoche vom 25.08. -
31.08.2008
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25.08.2008
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BA-CHEF WEISE: "Lieber
unsichere Jobs als Arbeitslosigkeit"
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Jobwunder
und kein Ende? Trotz der Wirtschaftsflaute sinkt die Zahl der
Arbeitslosen immer weiter. Im SPIEGEL-ONLINE-Gespräch spricht
Arbeitsagenturchef Frank-Jürgen Weise über die nüchterne Realität
hinter den Zahlen - und über seinen Einsatz für scheinbar
hoffnungslose Fälle.
SPIEGEL
ONLINE:
Herr Weise, Deutschland erlebt einen empfindlichen Abschwung. Sie aber
prophezeien: Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Ist das nicht
Wunschdenken?
Weise:
Nein. Im Januar haben wir einen Jahresschnitt von 3,5 Millionen
Arbeitslosen vorausgesagt. Aktuell liegt die Prognose bei 3,43 Millionen
- und selbst die werden wir unterschreiten. [weiter...]
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Quelle:
© Spiegel-online
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25.08.2008
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Neue Broschüre
der Stiftung Warentest: Perspektiven für Arbeitslose
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Zum
Thema Weiterbildung für Arbeitslose hat die Stiftung Warentest eine
Infobroschüre neu aufgelegt. Das Heft „Perspektiven für
Arbeitslose“ kann kostenlos über das Internet abgerufen werden.
Verbraucher erfahren dort, wie sie an geförderte Kurse der
Arbeitsagenturen kommen. Außerdem werden Förderprogramme für
diejenigen vorgestellt, die es besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt
haben: ältere Arbeitnehmer, Jugendliche und Wiedereinsteigerinnen nach
der Familienphase.
Grund für die Neuauflage der Broschüre ist, dass die Arbeitsagenturen
Kurse und Seminare für Arbeitslose inzwischen wieder stärker fördern
als noch vor ein paar Jahren. Genau 341 262 Personen begannen im Jahr
2007 eine Weiterbildung per Bildungsgutschein. Die meisten Kurse waren kürzer
als vier Monate, zehn Prozent der Angebote dauerten länger als neun
Monate. [weiter...]
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Quelle:
© tagesspiegel-online
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25.08.2008
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Zeitarbeit ist
der große Schrecken des DGB
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Der Zeitarbeitsboom ist für
Gewerkschafter zum ernsten Problem geworden, für das sie keine
einfachen Lösungen parat haben. Doch der DGB-Chef Sommer will
Zeitarbeit nicht in jeder Hinsicht verteufeln: "Es gibt positive
und negative Beispiele", sagt Sommer. Immerhin wechseln 45
Prozent der Zeitarbeiter irgendwann auf eine feste Stelle.
Die Monteure am Band arbeiten bis zum
Anschlag. 2,5 Meter in der Minute legen die bunt lackierten
Lastwagen-Führerhäuser in der Produktionshalle zurück, es ist der
schnellstmögliche Takt im Mercedes-Betrieb. Die Auftragslage ist
hervorragend, die Kunden warten. Flink klettern die Mitarbeiter in
die leeren Kabinen und statten sie mit Sitzen, Armaturen und Lenkrädern
aus. Alle Arbeiter am Band machen die gleiche Arbeit. Es ist ein
stressiger Job. [weiter...]
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Quelle:
© Welt-online
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27.08.2008
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Wir sehen
uns: am 27.08. im Paunsdorfcenter, in Leipzig
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Zeitarbeitsmesse
im Paunsdorfcenter: Agentur für Arbeit und ARGEn laden ein
Am Mittwoch, 27. August, in der Zeit
von 10:00 bis 21:00 Uhr, laden die Agentur für Arbeit Leipzig und die
drei Arbeitsgemeinschaften Leipzig, Delitzsch und Leipziger Land alle
arbeitsuchenden Menschen zur Messe für Zeitarbeit und private
Arbeitsvermittlung ins Leipziger Paunsdorf Center ein. Vor Ort präsentieren
48 Zeitarbeitsunternehmen sowie 13 private Arbeitsvermittlungen aus
Leipzig und Umgebung mehr als 1.000 Stellenangebote. [weiter...]
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Quelle:
© Leipziger
Internet Zeitung
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26.08.2008
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Nobelpreisträger
Robert Solow warnt vor der "Mindestlohn-Angst"
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Der amerikanische Ökonom und
Nobelpreisträger Robert Solow hält die Furcht vor steigender
Arbeitslosigkeit bei Einführung eines Mindestlohns für unberechtigt.
Die negative Wirkung höherer Tarife im Niedriglohnbereich werde überschätzt.
"Ich verstehe nicht, weshalb in
Deutschland so eine Angst vor dem Mindestlohn herrscht", sagte
Solow am Rande einer Tagung in Lindau. Der Mindestlohn hat keinen
Schaden in jenen Volkswirtschaften angerichtet, die ihn seit Langem
eingeführt haben, wie die jüngste Studie der Russell Sage Foundation
ergab.
Damit
stellte sich der Nobelpreisträger von 1987 gegen die weitverbreitete
Ansicht unter Volkswirten, dass die Einführung von Mindestlöhnen
automatisch zu höherer Erwerbslosigkeit führt. Das Thema gehörte
neben der Finanzkrise und Staatseingriffen zur Abfederung des Abschwungs
zu den wichtigsten Debatten des Treffens von 15 Wirtschaftsnobelpreisträgern
mit Nachwuchswissenschaftlern Ende vergangener Woche. [weiter...]
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Quelle:
© Financial
Times Deutschland / von André Kühnlenz und Charlotte Bartels
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26.08.2008
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Schwarzenegger
verordnet öffentlichem Dienst Mindestlohn
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Um den US-Bundesstaat vor dem
Finanzkollaps zu bewahren, greift Gouverneur Schwarzenegger hart durch:
Tausende Stellen sollen wegfallen - und 200.000 Bedienstete sollen sich
mit dem Mindestlohn begnügen.
Gouverneur
Arnold Schwarzenegger verfügte am Donnerstag per Erlass den Abbau von
22.000 Stellen im öffentlichen Dienst. Außerdem sollen 200.000
Staatsbedienstete bis zur Verabschiedung des Etats für das am 1. Juli
begonnene Haushaltsjahr nur noch den staatlichen Mindestlohn von 6,55 $
erhalten. [weiter...]
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Quelle:
© Financial
Times Deutschland
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27.08.2008
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Zeitarbeit
- „Hauptsache, ich
habe Arbeit“
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Für viele
Arbeitslose ist Leiharbeit das Sprungbrett zurück in den Job.
Gewerkschaften allerdings kritisieren eine 2-Klassen-Mentalität, vor
allem bei der Bezahlung. Doch es gibt positive Beispiele.
Bis
zu 400 Lastwagen werden täglich im Mercedes-Werk in Wörth produziert.
Die Auftragslage ist gut, deswegen stellt das Unternehmen Leiharbeiter
ein. 900 sind es derzeit, die neben 11 000 fest angestellten Beschäftigten
an den Fließbändern Achsen, Stoßdämpfer und Gelenkscheiben montieren
oder die Roboter bedienen. Ihnen geht es vergleichsweise gut, denn sie
erhalten denselben Stundenlohn wie Festangestellte. [weiter...]
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Quelle:
© focus-online
/ von sey/AP
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27.08.2008
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Bremen - Rot-Grün
will Zeitarbeit stutzen
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Die Regierung Schröder lockerte einst die Zügel für die
Leiharbeitsbranche. Eine Bremer Bundesratsinitiative will die Rechte von
Zeitarbeitern nun wieder stärken
Mit 3,9 aller
Prozent aller Arbeitsverhältnisse im Land Bremen bewegt sich die
Leiharbeit in noch überschaubaren Dimensionen. Bundesweit beträgt die
Quote allerdings nur 2,5 Prozent, zudem ist der Trend beachtlich:
Zwischen 2003 und 2007 hat sich die Zahl der Bremer LeiharbeiterInnen
laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit verdoppelt, in Bremerhaven
fast verdreifacht.
Helga
Ziegert, SPD-Abgeordnete und Landeschefin des DGB, räumt ein, dass
wesentliche Leiharbeits-Deregulierungen von einer SPD-geführten
Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden. Unter Schröder kippte
unter anderem das "Synchronisationsverbot", also die
Bestimmung, dass Leiharbeiter nicht nur als kurzfristige Lückenbüßer
nach dem hire and fire-Prinzip eingesetzt werden dürfen. Per
Bundesratsinitiative will die Bremer SPD zusammen mit den Grünen das
Synchronisationsverbot nun erneut einführen. [weiter...]
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Quelle:
© taz-de
/ Von Henning Bleyl
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27.08.2008
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DIHK:
Mindestlohn-Debatte verursacht bereits Personalabbau
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Die geplante Ausweitung von
Mindestlöhnen wirft nach einer Erhebung des Deutschen Industrie- und
Handelskammertags (DIHK) auf dem Arbeitsmarkt bereits dunkle Schatten
voraus. Die Mittelstandsbefragung zeigt: Allein die politische Debatte
verursacht bereits Personalabbau. [weiter...]
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Quelle:
© Handelsblatt
/ von Dietrich Creutzburg
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28.08.2008
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DGB-Zahlen zur
Bezahlung in der Zeitarbeit aus der Luft gegriffen
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Zu der Behauptung von DGB-Chef Michael
Sommer, in der Zeitarbeit seien angeblich mindestens 20% aller
Zeitarbeitskräfte von so genannten "Dumpinglöhnen"
betroffen, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes
Mittelständischer Personaldienstleister (AMP), Thomas Hetz, heute in
Berlin:
"Die genannten 150.000
Zeitarbeitnehmer und -nehmerinnen, die angeblich im – wie der DGB-Chef
es nennt – 'Schmutzbereich' arbeiten müssen, sind aus der Luft
gegriffene Fantasiezahlen. Sommer kann keine Belege für seine Zahlen
nennen. Hier wird einfach etwas behauptet, um mit allen Mitteln der
Zeitarbeitsbranche einen DGB-Mindestlohn aufzuzwingen."
[weiter...]
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Quelle:
© AMP
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28.08.2008
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Die Hans Böckler
Stiftung zur Tarifkonkurrenz
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Tarifkonkurrenz rechtfertigt keine
Eingriffe in das Streikrecht
Widersprüchliche Entwicklung zwischen Über- und Unterbietung
Die aktuellen Tarifauseinandersetzungen
bei der Lufthansa rechtfertigen keine gesetzlichen Eingriffe in das
Streikrecht. Die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie lässt auch
konkurrierende Gewerkschaften zu. Die daraus resultierenden Konflikte
müssen die Tarifvertragsparteien selbst regeln. Darauf macht das
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung
aufmerksam. In einer aktuellen Studie hat das WSI die Entwicklung der
Tarifkonkurrenz der vergangenen Jahre analysiert.
Wie Dr. Reinhard Bispinck und Dr.
Heiner Dribbusch vom WSI-Tarifarchiv in ihrer Untersuchung aufzeigen,
lässt sich bei den aktuellen Entwicklungen in der Tariflandschaft
deutlich zwischen Überbietungs- und Unterbietungskonkurrenz
unterscheiden. Beide Phänomene tragen zu dem öffentlichen Eindruck
bei, dass das Tarifsystem komplexer und Tarifverhandlungen schwieriger
und unübersichtlicher geworden sind. In wesentlichen Punkten sind die
Differenzen aber fundamental, so die Wissenschaftler. Während
beispielsweise die Unternehmen Überbietungskonkurrenz ablehnten,
werde die Unterbietung von Tarifverträgen von Seiten der Arbeitgeber
aktiv gefördert. [weiter...]
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Quelle:
© Hans
Böckler Stiftung
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