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33. Kalenderwoche vom 11.08. - 17.08.2008

 

11.08.2008

Tarifkonkurrenz rechtfertigt keine Eingriffe in das Streikrecht

 
Widersprüchliche Entwicklung zwischen Über- und Unterbietung
Die aktuellen Tarifauseinandersetzungen bei der Lufthansa rechtfertigen keine gesetzlichen Eingriffe in das Streikrecht. Die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie lässt auch konkurrierende Gewerkschaften zu. Die daraus resultierenden Konflikte müssen die Tarifvertragsparteien selbst regeln. Darauf macht das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung aufmerksam. In einer aktuellen Studie hat das WSI die Entwicklung der Tarifkonkurrenz der vergangenen Jahre analysiert.

Wie Dr. Reinhard Bispinck und Dr. Heiner Dribbusch vom WSI-Tarifarchiv in ihrer Untersuchung aufzeigen, lässt sich bei den aktuellen Entwicklungen in der Tariflandschaft deutlich zwischen Überbietungs- und Unterbietungskonkurrenz unterscheiden. Beide Phänomene tragen zu dem öffentlichen Eindruck bei, dass das Tarifsystem komplexer und Tarifverhandlungen schwieriger und unübersichtlicher geworden sind. In wesentlichen Punkten sind die Differenzen aber fundamental, so die Wissenschaftler. Während beispielsweise die Unternehmen Überbietungskonkurrenz ablehnten, werde die Unterbietung von Tarifverträgen von Seiten der Arbeitgeber aktiv gefördert.   [weiter...]


Quelle: ©  Hans-Böckler-Stiftung

13.08.2008 BA: 12.000 Schreiben erreichten falsche Empfänger

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es in den vergangenen Tagen zu einem Fehler in einem Computerprogramm zur automatischen Adressierung von Briefen gekommen. Dadurch wurden bundesweit rund 12.000 Schreiben den falschen Empfängern zugestellt. Es handelt sich um Einladungen zu Gesprächen oder Vermittlungsvorschläge. Briefe mit sensiblen Daten – wie z.B. Bescheide über Arbeitslosengeld – sind nicht betroffen.

Der Fehler ist inzwischen behoben. Derzeit prüft die BA, wie Kunden, die fehlgeleitete Briefe erhalten haben bzw. denen durch die falsche Adressierung wichtige Informationen entgangen sind, am besten und schnellsten informiert werden können.

Versäumte Termine werden nachgeholt und Vermittlungsvorschläge erneut an die richtigen Adressaten verschickt.


Quelle: © Pressestelle der Bundesagentur für Arbeit

13.08.2008

NiederlandeBrodeln im Vollbeschäftigungsland


Kein Verständnis in Holland für Kritik des DGB an Zeitarbeit

Ben Noteboom ist ein sachlicher Gesprächspartner. Aus dem Stand referiert der Vorstandsvorsitzende die Kernzahlen für die meisten der rund 50 Auslandsmärkte, auf denen der Zeitarbeitskonzern Randstad sein Geld verdient. Auf die Frage nach der Lage im eigenen Land hält der 50 Jahre alte Niederländer jedoch für einen Moment inne.

Dann zeigt er mit einer ausladenden Handbewegung zum Fenster. Von hier aus, hoch oben in der Konzernzentrale im Gewerbegebiet von Diemen, bietet sich dem Betrachter ein ausladender Blick über Amsterdam und Umgebung. „Wir sind ein wahnsinnig reiches Land und haben kaum Arbeitslose“, sagt Noteboom, „es geht uns richtig gut.“ Vor zehn Jahren habe das Lohnniveau noch um 20 Prozent unter dem der Deutschen gelegen, heute sei die Lücke geschlossen. Aber richtig zufrieden seien seine 16 Millionen Landsleute nie, sagt Noteboom. „Egal, wie gut es uns geht, wir Holländer haben immer Probleme.“ Aber das sei gut so, „das bringt uns voran“.   [weiter...]


Quelle: ©  FAZ / von Sven Astheimer

13.08.2008 Kein Pardon für den Firmen-Porsche

Wer sich einen teuren Flitzer als Firmenwagen leistet, muss die Kosten möglicherweise alleine tragen. Einem Porschefahrer strich der Fiskus jetzt glatt 70 Prozent der Betriebsausgaben.

Eine Reihe aktueller Urteile zeigt, dass die Betriebsprüfer bei teuren oder sportlichen Wagen immer öfter genauer hinschauen. Häufig werden solche Wagen als unangemessen eingestuft und die zu üppigen Kosten auf den Gewinn aufgeschlagen. Jüngstes Beispiel: 120.000 Euro hatte ein Unternehmer für einen Porsche 911 Turbo Coupé auf den Tisch gelegt. Das Finanzgericht Nürnberg hielt die Ausgabe für unangemessen und kürzte die Betriebsausgaben auf 35.000 Euro. Die Folge: Der Gewinn steige entsprechend "und die hierauf entfallende Vorsteuer wird nicht vom Finanzamt erstattet", kommentiert Steuerberater Markus Emmrich von der Kanzlei Dr. Ebner, Dr. Stolz & Partner aus Stuttgart.  
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Gute Argumente - So überzeugen Sie den Betriebsprüfer von der Notwendigkeit eines teureren Firmenwagens:

Größe und Gewinn: Das beste Argument sind die Verhältnisse. Wer mit seinem Unternehmen zum Beispiel 200.000 Euro Gewinn erwirtschaftet, der darf auch ohne weiteres 30.000 oder 40.000 Euro an Fahrzeugkosten ansetzen.

Nutzung: Kombis und Limousinen lassen sich leichter absetzen als sportliche Flitzer. Ihr Argument: Sie müssen in Notfällen mit dem Wagen auch mal Mitarbeiter oder Material zur Baustelle bringen können.   [weitere Argumente...]


Quelle: ©   Handwerk.com

13.08.2008 Arbeitnehmer zweiter Klasse?

Leiharbeit und Outsourcing nehmen zu

Outsourcing und Leiharbeit sind zu Massenphänomenen geworden. Mehr als 700.000 Menschen haben im vergangenen Jahr für Zeitarbeitsfirmen gearbeitet. Das Jobwunder fand zu großen Teilen in der Müllentsorgungsbranche statt: Flexibilität und Kostenersparnis für die Betriebe - oft schlechtere Arbeitsbedingungen für die Angestellten.   [weiter...]


Quelle: ©   ZDF - Wiso / von Julia Blom

15.08.2008 BA - Neue Broschüre zur Entwicklung der Zeitarbeit

Wir haben hier die neue, 15 seitige  Broschüre der Bundesagentur zur Entwicklung der Zeitarbeit zwischen 1997 und 2007 für Sie im pdf-Format hinterlegt.   [weiter...]

Aus dem Inhalt: Das Wichtigste in Kürze

· Deutliche Zuwächse in der Zeitarbeitsbranche: 133 Prozent mehr Unternehmen und 260 Prozent mehr Leiharbeiter als vor 10 Jahren.

· 21.200 Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland im Dezember 2007. Der Anteil der Unternehmen mit 100 und mehr Arbeitnehmern wächst.

· Der Strukturwandel zeigt sich auch in der Zeitarbeit: Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor steigt, die Beschäftigung in Metall- und Elektroberufen ist rückläufig.

· Ein Drittel der Zeitarbeiter sind als Hilfspersonal tätig.

· Zeitarbeit stellt eine Chance für Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer, Berufseinsteiger oder Berufsrückkehrer dar. Gerade für Arbeitsuchende mit aktueller Berufserfahrung bietet die Zeitarbeit Beschäftigungsmöglichkeiten.

· Über die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit dauern weniger als drei Monate an.

· 2,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren im Dezember 2007 in der Zeitarbeit tätig.

· Entgegen der allgemeinen Beschäftigungsentwicklung nahm die Beschäftigung in der Zeitarbeit auch schon in den Jahren 2003, 2004 und 2005 zu.

· Der Anteil der gemeldeten Stellen von Arbeitnehmerüberlassungsbetrieben hat sich seit 2003 verdoppelt.

Hier geht es zur Broschüre - 15 Seiten im pdf-Format >>>


Quelle: ©   Die Bundesagentur für Arbeit

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