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32. Kalenderwoche vom 04.08. - 10.08..2008

 

04.08.2008

Staatssekretärin Wöhrl: Mindestlohn kostet 100.000 Zeitarbeitsplätze 


Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), warnt den Koalitionspartner SPD vor der Einführung eines Mindestlohnes für die Zeitarbeitsbranche.

WirtschaftsWoche: Die SPD fordert die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen für die gut 700.000 Zeitarbeiter in Deutschland. Welche Folgen hätte das?

Wöhrl: Das wäre katastrophal. Aus der Branche hören wir, dass durch die Einführung von Mindestlöhnen in der Zeitarbeit bis zu 100.000 Arbeitsplätze gefährdet wären. Zeitarbeitsfirmen können steigende Lohnkosten kaum auf ihre Kunden überwälzen. Insofern befürchte ich eine ähnliche Entwicklung wie in der Postbranche, in der seit der Einführung des Mindestlohns bereits knapp 60 private Unternehmen aufgeben mussten.   [weiter...]

Quelle: ©  Wirtschaftswoche / von Henryk Hielscher

05.08.2008 Reisekosten bei Auswärtstätigkeiten

Zum 1. Januar 2008 hat der Gesetzgeber eine Reform des lohnsteuerlichen Reisekostenrechts durchgeführt. Dadurch ergeben sich wichtige Änderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer vorübergehend, außerhalb seiner Wohnung und an keiner seiner regelmäßigen Arbeitsstätten beruflich tätig wird. Darunter fallen auch Arbeitnehmer, die ständig an wechselnden Orten (zum Beispiel Handwerker, Kraftfahrer, Zeitarbeitskräfte) eingesetzt werden. Reisekosten, die ein Arbeitnehmer aus Anlass von Auswärtstätigkeiten hat, können vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet oder vom Arbeitnehmer in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.   [weiter...]

Quelle: ©   Verlag Dashöfer / Dipl.-Kaufmann Niels Johannsen

05.08.2008 Fachkräftemangel: Instrumente der Personalgewinnung

Der zunehmende Mangel an qualifizierten Fachkräften entwickelt sich für Deutschland zu einer ernsthaften Wachstums- und Innovationsbremse. Neue Erkenntnisse dazu vom Fraunhofer Institut.

Allein 2008 fehlen in Deutschland ca. 95 000 Ingenieure, so schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Das gekippte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage prägt vor allem das Segment der hoch qualifizierten technischen Tätigkeiten, in dem es heute mehr Jobs als Kandidaten gibt. Für die Unternehmen ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, ihre Personalgewinnungsstrategien zu überdenken.   [weiter...]


Quelle: ©   Verlag Dashöfer / Bernd Bienzeisler (Fraunhofer IAO)

05.08.2008 Der Abschwung muss nicht kommen

Die Inflation steigt, das Geschäftsklima verdüstert sich, von den Spitzenunternehmen kommen Hiobsbotschaften. Acht Maßnahmen, die das Land vor einer langen Flaute bewahren:

Am Anfang schien es, als hätte Deutschland mit dem Abschwung der Weltwirtschaft nichts zu tun. Alles halb so schlimm, versicherte die Bundesregierung noch im Frühjahr. Allenfalls die Banken würden unter den Folgen der US-Finanzkrise leiden. Deutschlands Unternehmen seien besser aufgestellt als der Rest der Welt. Keine sechs Monate später werden die Koalitionäre eines Besseren belehrt. Fast täglich kommen nun Hiobsbotschaften. Deutschlands Vorzeigeunternehmen Daimler schockt die Börse mit einer Gewinnwarnung, wenige Tage später folgt Konkurrent BMW. Siemens meldet die Streichung Tausender Jobs. Der Einzelhandel stöhnt über den Konsumentenstreik. Und auch am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Bremsspuren...... 

....."Mindestlohn für alle" lautet unverändert das Ziel der Gewerkschaften und der SPD. Die von der Koalition jüngst beschlossene Ausweitung der branchenspezifischen Lohnuntergrenzen ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn warnt die Regierung, sie spiele mit dem Feuer. Die Erfahrungen mit dem Mindestlohn am Bau, der bereits in den 90er-Jahren eingeführt worden war, seien vor allem im Osten verheerend gewesen. Zahlreiche Jobs seien vernichtet worden. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro, wie ihn der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, würde nach Berechnungen des Ifo-Instituts mehr als ein Million Arbeitsplätze kosten.   [weiter...]

Quelle: ©   Die Welt / Von Jan Dams Und Dorothea Siems

07.08.2008 Sittenwidrige Vergütung eines KfZ-Mechatronikers

Das Arbeitsgericht Wuppertal hat den Inhaber eines Autoreparaturbetriebs zur Nachzahlung von mehr als 6.000,- € an einen von ihm beschäftigten KfZ-Mechatroniker verurteilt.

Nach bestandener Ausbildung wurde der Kläger zu einer monatlichen Nettovergütung von 800,- € bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden übernommen. Bei den Steuerdaten des Klägers ergab sich hieraus eine Bruttovergütung von 1.034,98 €. Dies entspricht 55% des Tariflohnes, den der Kläger bei einer ordnungsgemäßen Eingruppierung in die Entgeltgruppe 3 des Manteltarifvertrages für das Kraftfahrzeuggewerbe Nordrhein-Westfalens erhalten hätte (EG 3 = 1.765,- € bei einer 36,5-Stunden-Woche). Nach Auffassung der Kammer sei eine vereinbarte Vergütung sittenwidrig, wenn sie mehr als 1/3 unterhalb der ortsüblichen Vergütung liege. In Ermangelung anderer Anhaltspunkte, für die der Arbeitgeber darlegungs- und beweispflichtig sei, könne für die Frage der Ortsüblichkeit auf die tarifliche Vergütung zurückgegriffen werden.   [weiter...]

Quelle: ©   Verlag Dashöfer / Arbeitsgericht Wuppertal (7 Ca 1177/08, nicht rechtskräftig)

07.08.2008 Zeitarbeit ist die am Besten funktionierende Beschäftigungsbrücke

Iveco-Mitarbeiter finden neue Stellen

"Zeitarbeit ist die am Besten funktionierende Beschäftigungsbrücke", sagt Tobias Mehlich, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in Ulm. Wie dies funktioniere, zeige das Beispiel Iveco. Von den rund 350 Zeitarbeitern, die von dem Ulmer Nutzfahrzeugbauer im Juni entlassen wurden, hätten sich nur wenige arbeitslos gemeldet.

ULM (sz) Dies bestätigt auch Petra Cravaack, Chefin der Ulmer Agentur für Arbeit. Nur 25 der entlassenen Iveco-Zeitarbeiter hätten sich als arbeitssuchend gemeldet und von ihnen seien nur sechs der konkreten Einladung der Agentur gefolgt. Dies bedeute zwar in der Tat, so Cravaack, dass die Mehrheit wieder Arbeit gefunden hat, doch sei nicht klar, dass sie alle bei Personaldienstleistern weiter beschäftigt wurden. Für die Ulmer Agenturchefin ist die schnelle und unkomplizierte Wiedereingliederung der entlassenen Leiharbeiter aber ein deutliches Zeichen, "wie robust die Konjunktur in der Region ist". Das überwiegende Gros der entlassenen Arbeiter sei noch dazu angelernt gewesen, es waren also nicht hoch qualifizierte Kräfte, die der Arbeitsmarkt sofort wieder aufgenommen hat. "Und wir haben auch jetzt noch viele Metallfirmen, die Mitarbeiter suchen", weiß Cravaack.   [weiter...]

Quelle: ©   Schwäbische Zeitung / von sz

07.08.2008 Erfolgreich Mitarbeiter ausleihen

Zeitarbeit ist eine flexible Lösung, um Arbeitskräfte-Lücken zu füllen. Wichtig ist: Die eigenen Anforderungen kennen, den richtigen Partner finden und die Zeitarbeitnehmer integrieren. Dann lassen sich Zeit und Geld sparen und auch Know-how gewinnen.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie, Personalchef eines mittelständischen Unternehmens, kommen an einem ganz gewöhnlichen Montagmorgen zur Tür ihres Vorzimmers herein und Ihre Sekretärin begrüßt Sie mit den Worten: "Guten Morgen Chef, Frau Schmidt aus der Buchhaltung hat angerufen, sie ist für die ganze Woche krankgeschrieben, Frau Wiegel, ebenfalls aus der Buchhaltung, möchte mit Ihnen über den bald anstehenden Erziehungsurlaub sprechen und Herr Müller hat soeben seine Bescheinigung zur Berufsunfähigkeit abgegeben. Ach ja, bevor ich es vergesse, morgen ist mein letzter Tag, deshalb gebe ich später in der Kantine einen aus!"   [weiter...]


Quelle: ©  business-wissen.de / von Petra Oberhofer

08.08.2008 Zeitarbeit spürt Konjunktur-Eintrübung

Branche ist ein Früh-Indikator und registriert das Ende des Aufschwungs

Die Statistiker in der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit verweisen oft auf diesen Trend: Die Zeitarbeitsbranche wirkt wie ein Seismograf für die Konjunktur. Deutet sich ein Aufschwung an, spüren diese Firmen die Belebung am Arbeitsmarkt als erst - einen nahenden Abschwung allerdings auch. «Die Wachstumsphase klingt spürbar ab«, sagt Helga Lorenz von der gleichnamigen Nürnberger Zeitarbeits-Firma.

«Nicht bloß ein Sommerloch«

«Und das ist nicht bloß das übliche Sommerloch«, ergänzt sie mit Blick auf Erklärungen, wonach es sich bei der Flaute lediglich um die jahreszeitlich normale, vorübergehende Eintrübung handle. «Wir merken, dass es schwieriger wird«, so Lorenz.   
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Quelle: ©   Nürnberger Nachrichten / von Angela Giese, Alexander Jungkunz

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