.
 

09. Kalenderwoche vom 25.02. - 02.03.2008

 

25.02.2008

Sind Politiker doof? - SPD Nordrhein-Westfahlen zum Mindestlohn


Zu eiliger Antrag der SPD-Fraktion in NRW zur Zeitarbeit

Die SPD-Fraktion hat heute im Landtag von Nordrhein-Westfalen allzu eilig beantragt, Mindestlöhne in der Zeitarbeit einzuführen, und dabei eine Reihe von entlarvenden Fehlern begangen.

Der SPD-Antrag ist offensichtlich mit derart heißer Nadel gestrickt, dass kaum ein darin enthaltenes Faktum den Tatsachen entspricht. So wird als Begründung für die Aufnahme der Zeitarbeit in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz und die Allgemeinverbindlicherklärung eines DGB-Mindestlohntarifvertrags die EU-Dienstleistungsrichtlinie angeführt. 

Der Inhalt dieser Richtlinie scheint den Antragsstellern aus den Reihen der SPD allerdings nicht bekannt zu sein. Denn in Absatz 14 der EU-Dienstleistungsrichtlinie heißt es wörtlich: "Diese Richtlinie berührt weder Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen [...] noch ist sie auf Dienstleistungen von Leiharbeitsagenturen anwendbar."   [weiter...]


Quelle: © AMP

26.02.2008

Mindestlohntarifvertrag mit Christlicher Gewerkschaft im Wachgewerbe?


Nach dem Scheitern der Verhandlungen über einen Mindestlohntarifvertrag mit Verdi wollen die Arbeitgeber nun Sondierungsgespräche mit der Christlichen Gewerkschaft führen.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS), Harald Olschok, kündigte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen solchen Schritt an. Olschok wies dabei darauf hin, dass der BDWS bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Tarifverträge mit der christlichen Gewerkschaft Öffentliche Dienste und Dienstleistungen (GÖD) abgeschlossen hat.

Auch mit dem Bundesarbeitsminister wolle der Verband die Lage besprechen, denn Scholz könne kein Interesse daran haben, dass ein Mindestlohntarifvertrag an der "ideologischen Verbohrtheit einer Gewerkschaft" scheitere.   [weiter...]


Quelle: ©   AMP

26.02.2008

Firmen brauchen Zeitarbeiter


Sogar qualifizierte Fachkräfte werden immer häufiger angefordert. Eine Bedrohung für Festangestellte?

Die Angst um den Job ist für viele ein ständiger Begleiter: Rund ein Viertel der Arbeitnehmer fürchtet um seinen Arbeitsplatz, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid ergibt. 

Ablesen lässt sich die Jobangst auch am niedrigen Krankenstand, der der Konjunktur meist treu entspricht. 2006 lag er bei rekordverdächtigen 3,0 Prozent - was heißt, dass erkrankungsbedingt an einem Tag lediglich 30 von Tausend Mitarbeitern fehlten. Auch 2007 hatte sich der Wert nur leicht auf 3,2 Prozent erhöht.   [weiter...]


Quelle: ©   Hamburger Abendblatt / von Corinna Tonner

26.02.2008 Die arbeitsrechtliche Abmahnung

Eine Abmahnung (im Gegensatz zur einfachen Ermahnung) liegt vor, wenn der Arbeitgeber Vertragsverstöße bzw. Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers beanstandet und den Arbeitnehmer darauf hinweist, dass im Falle der Wiederholung Inhalt und Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet sind.

Die Abmahnung muss nicht als solche bezeichnet werden, vielmehr ist ausreichend, wenn der Arbeitnehmer erkennt, dass der Arbeitgeber deutlich macht, ein Verhalten zu beanstanden und Konsequenzen androht.
   [weiter...]

Quelle: ©   Verlag Dashöfer / von Rechtsanwalt Torsten Klose, Rechtsanwälte Leipold & Coll

27.02.2008 Zeitarbeiter bei Krupp Mannesmann völlig gleichgestellt

Jetzt auch gleiche Jahressonderzahlungen und Schichtzulagen

Die derzeit etwa 200 Leiharbeiter im Hüttenwerk Krupp Mannesmann (HKM), Duisburg sind den 3300 Festangestellten jetzt in allen tariflichen Ansprüchen völlig gleich gestellt. Darauf haben sich die IG Metall und der Betriebsrat mit der Arbeitgeberseite per Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung verständigt. 

Seit Anfang 2008 erhalten damit auch die Leiharbeiter, so wie die Stammbeschäftigten, alle Ansprüche aus dem Manteltarifvertrag der Eisen- und Stahlindustrie. Sogar im Urlaub gibt es die in der Stahlindustrie üblichen Durchschnittsbezahlungen. Jahressonderzahlungen, alle Prämien und Schichtzulagen bekommen Leiharbeitnehmer in vollem Umfang. Gleich bezahlt werden die Leiharbeiter bei HKM schon seit 2004. Jetzt gelten für sie auch dieselben Arbeitsbedingungen.   [weiter...]


Quelle: ©   ZOOM

27.02.2008 BZA sagt Tarifverhandlungen ab


ZOOM - zu den laufenden Tarifverhandlungen

Als Netzwerk der IG Metall lehnen wir die inakzeptablen Forderungen des BZA bezüglich einer Erhöhung des Ostabschlages entschieden ab! Auch und gerade in der Arbeitswelt müssen menschenwürdige Bedingungen erhalten bleiben. Dazu gehört ein angemessenes Arbeitsentgelt ebenso, wie die Gleichbehandlung der Kollegen in Ost und West.


Arbeitgeber haben die Verhandlung abgesagt!

Wir machen Druck und sorgen für Bewegung in der laufenden Tarifrunde mit dem BZA!  

Weil wir ZOOM zur Info der Betroffenen genutzt haben und wir, wie in jeder anderen Tarifrunde auch, die Verhandlungen mit Betroffenen begleiten wollten haben die Arbeitgeber die Verhandlungen abgesagt.  

Anscheinend sind die Arbeitgeber beim BZA noch nicht reif für demokratische Grundrechte Ihrer Beschäftigten.   [weiter...]


Quelle: ©   ZOOM

27.02.2008 FAZ - Drohender Rückfall


Der jüngste Coup ist ein paar Tage her. In der vergangenen Woche gab der niederländische Konzern USG People die Übernahme des Zeitarbeitsgeschäftes der Allgeier Holding aus München bekannt. „Damit wird unsere Position auf dem schnell wachsenden deutschen Markt gestärkt“, kommentierte Ron Icke, der Vorstandsvorsitzende von USG People, den 175 Millionen Euro teuren Zukauf.

Zusammengenommen setzten beide Unternehmen in Deutschland im Jahr 2006 fast 270 Millionen Euro um mit rund 10.000 Zeitarbeitern. „USG meint es ernst in Deutschland“, lautet die Einschätzung von Hartmut Lüerßen, Partner des Marktforschungsinstituts Lünendonk. Im vergangenen Jahr hatten die Niederländer, der fünftgrößte Anbieter der Welt, ihre Markenstrategie geändert und schon angekündigt, in Deutschland auf Einkaufstour gehen zu wollen, um sich unabhängiger zu machen von den Heimatmärkten in den Benelux-Ländern.    [weiter...]


Quelle: ©   FAZ / von Sven Astheimer

28.02.2008 BMW streicht 8100 Jobs für die Rendite

Der Gewinn ist auf Rekordniveau. Dennoch will der Autobauer BMW 8100 Stellen abbauen. Der Sparkurs trifft vor allem Zeitarbeiter, aber auch Tausende in der Stammbelegschaft. Das soll die Marge steigern, wird aber zunächst richtig teuer.

Von den Kürzungen seien im Inland 5000 Zeitarbeitskräfte und 2500 Mitarbeiter der Stammbelegschaft betroffen, sagte BMW-Personalvorstand Ernst Baumann am Mittwoch in München. Hinzu kommen 600 fest angestellte Beschäftigte im Ausland. Von diesen 5000 hätten bereits 2500 das Unternehmen im letzten Quartal verlassen. Bis Jahresende 2008 werde BMW dann noch 3200 Zeitarbeiter beschäftigen.   [weiter...]


Quelle: © Financial Times Deutschland

.
  Links zu unseren Seiten:  
.

  

.