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51 Kalenderwoche vom 17.12. - 23.12.2007

 

17.12.2007

Zeitarbeit in der Milchwirtschaft deutlich gestiegen


München (dpa/lby) - Der Anteil der Leiharbeiter in der bayerischen Milchwirtschaft ist nach einer Umfrage der Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) deutlich gestiegen. In den vergangenen drei Jahren habe sich die Zahl auf bis zu 1000 Zeitarbeitnehmer verdreifacht, das seien etwa acht Prozent der Beschäftigten in der Branche, teilte die NGG am Donnerstag in München mit.   [weiter...]

Quelle: © Bayerische Rundschau

17.12.2007 Arbeitsminister verspricht Mindestlohn für alle

Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD):
 
"Wir haben in der Koalition vereinbart, das Entsendegesetz für die Branchen zu öffnen, bei denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dies wollen. Ich bin sicher, da werden sich einige melden", sagte Scholz. "Für die Branchen, in denen es keine Tarifstrukturen und überhaupt keine Sicherheiten für die Beschäftigten gibt, werden wir das Mindestarbeitsbedingungsgesetz aus der Zeit Ludwig Erhards weiterentwickeln, um Zustände zu bekämpfen, die wir für unakzeptabel halten", sagte Scholz.   [weiter...]

Quelle: ©  welt.online

17.12.2007 Glos warnt vor Dammbruch beim Mindestlohn

Nach der Zustimmung des Bundestages zu einem Mindestlohn bei der Post warnt Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vor weiteren Eingriffen des Gesetzgebers. "Nach dem Postmindestlohn ist der nächste Dammbruch bei der Zeitarbeit zu befürchten", schreibt Glos in einem Brief an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion, der dieser Zeitung vorliegt. Diese Branche dürfte zum nächsten "beschäftigungspolitischen Symbolthema" werden. Sollte die Deregulierung der Zeitarbeit wieder rückgängig gemacht werden, "droht der Verlust vieler Arbeitsplätze", stellt Glos fest.  [weiter...]

Quelle: ©  FAZ.net / von Andreas Mihm und Sven Astheimer

18.12.2007 Mehrheit der Zeitarbeitsunternehmen gegen Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz

Pressemitteilung:
Mehrheit der Zeitarbeitsunternehmen gegen Aufnahme in das Arbeitnehmer-
Entsendegesetz
Der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und die Mehrheit der Zeitarbeitsunternehmer 
und -unternehmerinnen lehnen die Einbeziehung in das Entsendegesetz und die Festlegung eines 
Branchenmindestlohns entschieden ab.
Nicht die Zeitarbeit will die Aufnahme in das Entsendegesetz, sondern es sind nur Teile der Branche. 
"Die rechtliche Basis dafür ist nicht vorhanden", sagte der Hauptgeschäftsführer des AMP, 
Thomas Hetz, am 18. Dezember 2007 in Berlin. "Nicht soziale Hintergründe sind das Motiv, sondern 
hier soll unliebsame Tarifkonkurrenz ausgeschaltet werden. Das ist verfassungsrechtlich mehr als bedenklich." 
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Quelle: ©   AMP / Pressemeldung

19.12.2007 Mindestlohn: "Hände weg von der Zeitarbeit"

In der Großen Koalition kündigt sich neuer Streit an. Kaum ist der umstrittene Mindestlohn für die Postbranche durch, gerät die Zeitarbeit ins Visier der Koalitionsparteien. Die SPD drängt mit aller Macht darauf, nun auch einen gesetzlich geschützten Mindestlohn für die rund 700.000 in der Branche Beschäftigten einzuführen, die Union ist strikt dagegen.

"Hände weg von der Zeitarbeit", warnt Dagmar Wöhrl (CSU), die parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, in einem Gespräch mit unserer Zeitung den Koalitionspartner. Doch der zeigt sich davon unbeeindruckt. SPD-Chef Kurt Beck gibt die Devise "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" aus. Die SPD werde sich dafür einsetzen, dass eine "Rutsche nach unten" verhindert werde.   [weiter...]


Quelle: ©   Augsburger Allgemeine / Martin Ferber

19.12.2007 Ulm - das Mekka der Zeitarbeit


Zeitarbeits-Branche boomt in Ulm

Die Zeitarbeits-Branche erlebt deutschlandweit seit Jahren einen Aufschwung. In Ulm ist sie allerdings besonders stark vertreten. Der Anteil der Zeitarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt 5,2 Prozent (Stand: 1. Quartal 2007).

Zum Vergleich: bundesweit sind es lediglich 1,3 Prozent Zeitarbeiter. Lediglich in Fulda sei der Anteil noch höher, erläuterte Alexander Harder, stellvertretender Teamleiter Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit Ulm.   [weiter...]


Quelle: © Schwäbische Zeitung online / mru

19.12.2007 iGZ - Rechtsinfo Dezember 2007

Das Arbeitsverhältnis zum Jahreswechsel 2007 / 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, 
auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten das Arbeitsverhältnis berührenden Änderungen zum Jahreswechsel 2007/2008 geben. Wir werden dabei ein besonderes Augenmerk auf die Änderungen im Reisekostenrecht richten, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch Fragen offen bleiben müssen. In kurzen Zügen werden wir die anstehenden tariflichen Änderungen nachzeichnen. Mindestlöhne in anderen Branchen sind für Sie als Zeitarbeitsunternehmen verpflichtend; wir geben Ihnen hierzu den Überblick. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit nützliche Informationen liefern können. Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2008.

Mit freundlichen Grüßen 
RA Dr. Martin Dreyer / RA Stefan Sudmann (iGZ-Rechtsreferat)

Inhalt: 
I. Reisekostenrecht 2008 
II. Sozialversicherungsrechengrößen 2008 
III. Gesetzliche Änderungen 
IV. Tarifliche Entwicklung 
V. Überblick: Mindestlöhne 2008                        [weiter...]


Quelle: ©  IGZ

21.12.2007 Klaus Spazier:
meine Rückschau auf das Jahr 2007

Thema des Jahres 2007 war in der Branche Zeitarbeit unbestritten die Debatte um den Mindestlohn. Zwei Lager mit festgefahrenen Argumenten und Vorstellungen haben sich gebildet und jedes Lager, sei es in der Branche Zeitarbeit oder in der gesamten Wirtschaft, behauptet von sich, die richtige Lösung für alle parat zu haben. Dr. Dieter Hundt, der Arbeitgeberpräsident, nennt die Einführung von Mindestlöhnen "die Verhinderung von Wettbewerb". Wirtschaftsexperten warnen vor der "Wegrationalisierung" von Arbeitsplätzen nach Einführung eines Mindestlohnes.

Die Gewerkschaften und die Gewerkschaftsparteien, SPD und Die Linke, haben das Thema für sich entdeckt, um Mitglieder bzw. Wählerstimmen zu gewinnen. Letztendlich ist es wohl die anstehende Bundestagswahl, die eine klare Einschätzung der Entwicklung auf diesem Sektor verhindert. Grundsätzlich kann man sagen, für die CDU und ihr nahestehende Experten aus Wirtschaft und Politik kommt die Ausweitung von Mindestlöhnen vorerst eher nicht in Frage. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie weit die anstehende Reform des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes eine Ausdehnung von Mindestlöhnen auf verschiedene Branchen zulassen wird. Ich selbst würde es bedauern, wenn die Branche Zeitarbeit einen Mindestlohn verordnet bekommen würde.   [weiter...]


Quelle:
©  BLICKPUNKT DIENSTLEISTUNG

21.12.2007 Audi in Neckarsulm braucht Zeitarbeiter

140 A4-Modelle laufen inzwischen bei Audi in Neckarsulm pro Arbeitstag vom Band. Nach der Weihnachtspause soll die Tagesstückzahl Schritt für Schritt auf bis zu 400 angehoben werden. Damit gibt es im Neckarsulmer Werk jetzt endlich wieder genügend Arbeit für alle 13 394 Beschäftigten.

Personalleiter Martin Rosik geht sogar davon aus, dass in den kommenden Monaten am Standort 200 bis 300 zusätzliche Paar Hände gebraucht werden. Neueinstellung plant er trotzdem nicht: „Diese Spitze werden wir mit Zeitarbeitern abdecken“, sagt er. Die zusätzlichen Beschäftigten würden nur gebraucht, bis alle Abläufe in der A4-Produktion eingespielt sind.   [weiter...]


Quelle: ©  Stimme.de / Von Manfred Stockburger und Jürgen Strammer

22.12.2007 iGZ Weihnachtsgruss 2007

Das Zeitarbeitsjahr 2007 / Das Zeitarbeitsjahr 2008

Die vom iGZ Mitte des Jahres in Auftrag gegebene EMNID-Studie hat leider erneut gezeigt: der Ruf der Zeitarbeit in Deutschland ist in breiten Bevölkerungskreisen noch verbesserungsfähig. 

Anders als beispielsweise in Großbritannien wird vielfach weniger von Zeitarbeitschancen, sondern oft von „prekären Beschäftigungsverhältnissen“ gesprochen. Öffentliche Aufklärung tut also weiter Not, aber auch strikte Abgrenzung von Praktiken, die Zeitarbeitskräfte als „rechtlose Gesellen“ behandeln. 

Unsere DGB-Tarifpartner wären gut beraten, zukünftig weniger pauschale Vorverurteilungen unserer Branche vorzunehmen, sondern mit uns gemeinsam an vernünftigen Lösungen zu arbeiten.   [weiter...]


Quelle: ©   iGZ Bundesgeschäftsstelle / RA Werner Stolz

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